Die Curschmann Klinik

... ist ein Rehabilitationskrankenhaus für Kardiologie, Angiologie und Diabetologie sowie Akademisches Lehrkrankenhaus für die Medizinische Fakultät der Universität zu Lübeck.
Ausgezeichnete medizinische und therapeutische Leistungen auf höchstem Niveau.

Presse Curschmann Klinik

"Pilotprojekt" hilft Herzinfarkt zu vermeiden

03. September 2010

Curschmann Klinik und DAK bieten chronisch Kranken im Norden ein bundesweit einmaliges Spezialisten-Netzwerk

 

Jeder zweite Typ-2-Diabetiker stirbt in Deutschland an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. Um dieses Gesundheitsrisiko für chronisch Kranke im Norden zu senken, bieten die DAK und die Curschmann Klinik jetzt ein bundesweit einmaliges Therapieprogramm. Ein Spezialisten-Netzwerk aus Kardiologen, Psychologen, Physiotherapeuten und Diätassistenten betreut Patienten bei schwerer Herzschwäche oder Diabetiker nach einem Herzinfarkt individuell bei der Rehabilitation. Ziel der Kooperation: den Diabetes früh erkennen, über die Folgen aufklären und die Herz-Kreislauf-Erkrankung ganzheitlich therapieren. Allein in Schleswig-Holstein leben derzeit 150.000 Menschen mit Typ-2-Diabetes.

"Viele Herzinfarkte und Schlaganfälle könnten verhindert werden", sagt Dr. Thomas Lenk, Chefarzt der Curschmann Klinik in Timmendorfer Strand. "Wird die Zuckerkrankheit frühzeitig erkannt und behandelt, können die Risiken enorm gesenkt werden." Doch viele Typ-2-Diabetiker wüssten noch nicht einmal, dass sie zuckerkrank sind. Zu oft würden sie davon erst nach einem Infarkt erfahren. Bei der erfolgversprechenden Therapie setzt das Spezialistenteam der Klinik auf die neuesten wissenschaftlichen Leitlinien und die modernste Medizintechnik. Die Untersuchungsmethoden sind dadurch exakter und deutlich schonender für den Patienten. "Großen Wert legen wir auf eine alltagsnahe Beratung", erklärt Dr. Lenk. "Dazu gehören zum Beispiel Gespräche mit Psychologen, Stressbewältigungsseminare, Ernährungsberatung und zahlreiche Sportmöglichkeiten." Die Patienten sind nach der Rehabilitation hoch motiviert, um sich gesundheitsbewusst den Anforderungen in Alltag und Beruf zu stellen.

Das Therapieangebot der Curschmann Klinik sei keine "Schmalspur-Reha", sondern erfülle hohe Qualitäts-Ansprüche, betont DAK-Vorstandschef Professor Dr. Herbert Rebscher. Die Rehabilitation beeinflusse in hohem Maße die Lebensqualität der Kunden. Deshalb investiere die Kasse in diese Kooperation. Das Spezialistennetzwerk der Curschmann Klinik biete eigens für DAK-Kunden eine optimale Behandlungsqualität und arbeite nach neuesten medizinischen Leitlinien. Gerade herzkranke Versicherte mit Diabetes wüssten diese exklusive Leistung zu schätzen. Außerdem könnten langfristig die Kosten zur Behandlung von Herz-Kreislauf- und anderen Diabetes-Folgeerkrankungen gesenkt werden.

"Grundsätzlich hat jeder Diabetiker ein sehr hohes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Das zeigen viele Studien", erklärt Prof. Dr. Diethelm Tschöpe, Vorsitzender des Kuratoriums "Der herzkranke Diabetiker". Durch die fehlende Symptomwahrnehmung bei Altersdiabetes hätten Patienten leider kaum ein Risikobewusstsein. Umso wichtiger sei es, dass Mediziner fachübergreifend zusammenwirkten, um den Diabetes frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Prof. Tschöpe würdigt in diesem Zusammenhang das Engagement von DAK und Curschmann Klinik zur Behandlung herzkranker Diabetiker "als Pilotprojekt" in Deutschland.

Vor gut einem Jahr erhielt die Curschmann Klinik als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland das Zertifikat zur Anschlussheilbehandlung herzkranker Diabetiker durch die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (DGPR) und durch die Stiftung "Der herzkranke Diabetiker" (DHD). In der Curschmann Klinik, die zur Hamburger Dr. Guth Klinikgruppe gehört, stehen 139 Rehabilitations- und 30 akutstationäre Betten zur Verfügung. Direkt am Ostseestrand bietet das moderne Reha-Fachkrankenhaus ideale Bedingungen zur Genesung und Erholung.

Die Spezialisten-Netzwerke der DAK gehören zur sogenannten Integrierten Versorgung. Dabei übernimmt die DAK eine Vorreiterrolle bei den gesetzlichen Krankenkassen. Seit Anfang 2004 nutzt die Kasse die neuen Spielräume, um die medizinische Behandlung für ihre Kunden zu verbessern. Bundesweit 400 Verträge mit Krankenhäusern, Ärzten und Rehabilitationskliniken vernetzen nun Versorgungsbereiche miteinander. Das Ziel: eine Qualitätspartnerschaft zum Wohle des Patienten.