Die Curschmann Klinik

... ist ein Rehabilitationskrankenhaus für Kardiologie, Angiologie und Diabetologie sowie Akademisches Lehrkrankenhaus für die Medizinische Fakultät der Universität zu Lübeck.
Ausgezeichnete medizinische und therapeutische Leistungen auf höchstem Niveau.

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Qualitätssicherung

Externe Qualitätssicherung

1. Durch Träger der gesetzlichen Rentenversicherung

Seit 1994 wird von der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV-Bund, ehemals BfA) als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung ein umfassendes Qualitätssicherungsverfahren für medizinische Rehabilitationskliniken durchgeführt. In den vergangenen 10 Jahren wurde dieses Qualitätssicherungsprogramm kontinuierlich den Entwicklungen der Rehabilitationsmedizin angepaßt und entsprechend der zunehmenden Bedeutung von Qualitätssicherungsverfahren in der Medizin weiter ausgebaut. Diese Entwicklung wird durch einen regelmäßigen Dialog zwischen den Trägern der Rentenversicherung und den Rehabilitationskliniken unterstützt.

Ziele dieses Qualitätssicherungsverfahrens:

  • Erhöhung der Qualität der kardiologischen Reha
  • Standardisierung und Verbesserung der Transparenz der kardiologischen Reha
  • Erfassung und Erschließung von möglichen Leistungsreserven
  • Sicherstellung einer patientenorientierten Reha

Das Qualitätssicherungsprogramm der Rentenversicherungsträger wird darüber hinaus permanent wissenschaftlich evaluiert. Dadurch wurde es möglich, einheitliche Erhebungsinstrumente zu entwickeln, die sowohl qualitativ als auch quantitativ eine vergleichende Auswertung zwischen den Kliniken bezüglich der Struktur-Prozeß- und Ergebnisqualität ermöglichen:

  • Die Strukturqualität der medizinischen Rehabilitationskliniken wird mit Hilfe einer einheitlichen Dokumentation der räumlichen und personellen Ressourcen evaluiert.
  • Die Prozeßqualität wird mit Hilfe einer systematischen Auswertung der Arztbriefe (Peer-Review-Verfahren) beurteilt.
  • Die Ergebnisqualität wird durch regelmäßige, repräsentative Patientenbefragungen überprüft.

Darüber hinaus werden von den Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung weitere Qualitätsindikatoren regelmäßig überprüft.

  • Die Klassifikation der therapeutischen Leistungen (KTL)
  • Die Laufzeiten der ärztlichen Entlassungsberichte
  • Die demographischen Merkmale des Patientengutes sowie der Wiedereintritt in das Erwerbsleben nach Beendigung der Rehabilitations-maßnahme
  • Im Mittelpunkt des Qualitätssicherungsprogrammes steht die Beurteilung der Ergebnisqualität durch Patientenbefragungen. Für den langfristigen Erfolg der Rehabilitationsmaßnahme und für die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben sind die Akzeptanz der rehabilitativen Maßnahmen durch die Patienten sowie die Patientenzufriedenheit von zentraler Bedeutung, weil sie motivationsfördernde Faktoren für den langfristigen Rehabilitationserfolg darstellen.

Ein jährlicher Qualitätsbericht enthält Auswertungen mit klinikbezogenen und -vergleichenden Ergebnissen zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Hierdurch wird der Reha-Klinik die Möglichkeit gegeben, sich vergleichend zu anderen teilnehmenden Rehabilitationseinrichtungen einzuordnen. Beispielsweise werden die erbrachten Leistungen pro Rehabilitanden, z.B. Ergometertraining mit Monitoring (EKG) erfasst und mit dem BfA-Durchschnitt verglichen. Durch Patientenbefragungen werden die Zufriedenheit, z.B. die Betreuung durch die Pflegekräfte, als auch Fragestellungen zur Entwicklung des Schmerzempfindens analysiert. Insgesamt hilft es der Klinik sich immer wieder kritisch zu hinterfragen, um für unsere Patienten ein optimales Angebot anzubieten.

2. Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitation und Prävention (DGPR)

In einem Konsensuspapier wurden von Experten der DGPR die Qualitätsstandards für die kardiologische Rehabilitation definiert und schriftlich niedergelegt. Wesentliche Bestandteile dieser Qualitätskriterien sind bestimmte inhaltliche, personelle und apparativtechnische Voraussetzungen in den stationären kardiologischen Rehabilitationskliniken.

Das Zertifizierungsverfahren wird von der DGPR in den akkreditierten Kliniken in regelmäßigen Abständen wiederholt. Die Voraussetzungen, die notwendig sind um eine patientengerechte stationäre kardiologische Rehabilitation durchzuführen können in einem umfassenden Positionspapier der DGPR nachgelesen werden. Das letzte Zertifizierungsverfahren für die Curschmann Klinik erfolgte im Jahre 2002. Die neben der Curschmann Klinik von der DGPR zertifizierten Rehabilitationskliniken können in dem 9. Verzeichnis von zertifizierten Herzkreislauf-Rehabilitationskliniken der DGPR, Stand Okt. 2004 eingesehen werden. Durch dieses Zertifizierungsverfahren der Fachgesellschaft für Kardiologische Rehabilitation sollen die Ziele der Anschlussheilbehandlung/ Anschlussrehabilitation sichergestellt werden:

  • Eine möglichst weitgehende Wiederherstellung der kardialen Leistungsfähigkeit der Patienten unter Berücksichtigung aller psychosozialen Aspekte
  • Eine möglichst vollständige Reintegration der Patienten in das soziale und berufliche Umfeld
  • Das Fortschreiten der Erkrankung durch Optimierung der Sekundärprävention zu verhindern
  • Die drohende Pflegebedürftigkeit bei chronisch erkrankten Menschen abzuwenden
  • Einweisende Ärzte und Kostenträger können davon ausgehen, daß in den zertifizierten Einrichtungen der Qualitätsstandard für die Strukturqualität der kardiologischen Rehabilitation in der WHO-Phase II gewährleistet ist

 

Interne Qualitätssicherung

Die in der Curschmann Klinik angebotenen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation werden im Rahmen der internen Qualitätskontrolle kontinuierlich überprüft. Dazu gehört zunächst die individuelle Erfassung des Vorsorge- und Rehabilitationsbedarfes der Patienten (Assessment). Anschließend wird für jeden Pat. ein individueller Behandlungsplan aufgestellt, der sich in erster Linie an den medizinischen Rehabilitationszielen orientiert, darüber hinaus jedoch auch zweckmäßig, ausreichend und wirtschaftlich gestaltet ist. Unsere Rehabilitationsmaßnahmen haben dann die gebotene Qualität, wenn sie dem allgemein anerkannten Stand der rehabilitationsmedizinischen Erkenntnisse entsprechen und die mit dem Patienten individuell festgelegten Ziele der Rehabilitation erreicht werden. Alle Maßnahmen der internen Qualitätssicherung sind so ausgelegt, daß insbesondere eine klinikbezogene Schwachstellenanalyse und Problem-erkennung erfolgen kann und damit alle Ebenen der Qualität kontinuierlich verbessert werden können. Die Auswertung der kontinuierlichen Befragung aller in der Curschmann Klinik aufgenommenen Patienten, erfolgt monatlich. Die dabei gewonnenen Ergebnisse werden in regelmäßigen Abständen im therapeutischen Team diskutiert. Dabei steht in erster Linie die Ergebnisqualität durch subjektive Feststellungen und Beurteilungen des Behandlungserfolges aus Sicht der Patienten im Vordergrund.